Freischwinger


Messestand der HfbK Hamburg
imm cologne 2009



Von der Außenseite zeigen sich dem Besucher riesige Wände aus würfelförmigen Pappkartons. Auf der längsseitigen Kartonwand ist durch eine Tiefenstaffelung der Quadrate ein pixelartiger Schriftzug sichtbar. Pappwürfel als Sitzgelegenheiten bilden auf der Vorderseite Raum für Kommunikation. In die Wand eingelassene Monitore zeigen Arbeiten von Absolventen der Hochschule. Der Karton, als kubisches Behältnis, nimmt Bezug auf das Innere des Messestandes. Der Karton als Transport- und Aufbewahrungsmittel wird dabei zweckentfremdet und als günstiges und recyclebares Bauelement gestalterisch neu besetzt. Ein Eingang in der Kartonwand lädt den Besucher ein, die Installation im Inneren zu entdecken...

In Zusammenarbeit mit: Holon ID, Katja Schneider, Leni Döring, Bernhard Osann, Jörg Niemann

[D³] Design Talents / Messedesign Jahrbuch 09/10







Der Besucher wird in einen komplett lichttoten Raum geleitet und findet dort einen grafisch anmutenden Kubus vor. In diesem hängt mittig eine Schaukel. Sowohl der Kubus als auch die Schaukel werden nur durch die weiß leuchtende Kontur beschrieben. Das sich dem Betrachter bietende Bild gleicht der klassischen Zeichnung eines Würfels. Der Besucher betritt den Würfel und nimmt ihn zunächst als geschlossenen Raum wahr. Er setzt sich auf die Schaukel, beginnt zu schwingen und nähert sich so den imaginären Wänden.
Plötzlich durchbricht er diese während des Schaukelns und stellt fest, dass die Würfelkonturen den Raum nur in seiner Vorstellung begrenzen. Fiktion und Realität verschwimmen. Er beginnt, den Raum zu erforschen, ihn abzutasten, aus ihm herauszutreten und ihn von außen zu betrachten. Eine völlig neue Raumwahrnehmung entsteht.